Konstanza, Prinzessin zu Löwenstein, Sozialwissenschaftlerin, Tochter eines Widerstandskämpfers mit Kindheit im Exil im Gespräch mit Magdalena Kemper

07-06-2020 (17:00)

ErzählBar

In den USA, mitten auf dem Land, wurde Konstanza am 4,Juli 1942 geboren, am Unabhängigkeitstag also: Damit war ihr jedes Jahr das fulminante Feuerwerk zum Geburtstag sicher. Es war eine Kindheit im Exil.

Ihr Vater, der Publizist Hubertus Prinz zu Löwenstein, ein erklärter Gegner der Nationalsozialisten, musste früh aus Deutschland fliehen. Er gründete in Amerika die Deutschen Akademie im Exil zur Unterstützung der geflohenen Intellektuellen. In ihrem Elternhaus waren Thomas Mann und Bert Brecht, Anna Seghers und Albert Einstein, Bruno Walter und Sigmund Freud oft zu Gast. 

Sofort nach Kriegsende kehrten die heimwehkranken Eltern nach Deutschland zurück, der Vater ging in die Politik, Konstanza studierte Politologie und arbeitete zuletzt am Wissenschaftszentrum.

Das Thema Exil ist ihr eine Herzensangelegenheit. Sie weiß aus eigner Erfahrung, was Vertreibung, Flucht und Exil bedeuten. Insofern war es konsequent, dass sie nach ihrer Pensionierung begann, junge Flüchtlinge in der Schule pädagogisch zu begleiten. Mit großem Erfolg. Vor allem ihr Benimmunterricht kommt gut an. 

Von den Schülerinnen der Willkommensklasse wird sie respektvoll „Prinzessin“ genannt. Das ist sie ja auch noch: eine richtige Prinzessin.

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