Elisabeth Schneider liest aus ihrem Roman „Langergang 36”

12-11-2026 (20:00 - 21:30)

Moderation: Manuela Schütze

Die Geschichte der couragierten und lebensklugen Maria Wenzel und ihrer Familie von 1912 bis 1922 im Hamburger Gängeviertel, dem als verrufen geltenden Arbeiterviertel.
Die in die fiktionale Handlung eingewobenen historischen Ereignisse und Prozesse wie das Erstarken der Frauenbewegung, Ausbruch und Auswirkungen des 1. Weltkriegs und die Wirren der ihm folgenden Jahre betten den Roman in den gesellschaftlichen Rahmen seiner Zeit. Die Schilderung sozialer Ungleichheit, prekärer Wohn- und Lebensverhältnisse, von Arbeitskämpfen, Migration und Integration sowie widerstreitenden gesellschaftlichen Kräften bringt zudem einen Bezug zur sozialen Realität unserer Gegenwart mit sich.
Die vielschichtige Panoramaerzählung besticht durch die Lebendigkeit ihrer Figuren und spricht mit der Verbindung von Privat-Persönlichem und Historisch-Politischem ein breites, nicht nur weibliches Publikum an.
„Das beeindruckend dichte Bild eines multiethnischen Hamburger Arbeiterviertels vom späten Kaiserreich bis in die Weimarer Republik: exzellent recherchiert, spannend bis zur letzten Seite und mit Figuren – vor allem Frauen −, die man nicht vergessen kann!“
Tanja Dückers, Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin, Publizistin

Elisabeth Schneider ist in Hamburg geboren und aufgewachsen. Sie hat an der FU Berlin Literaturwissenschaft und Politologie studiert, war Redakteurin der taz, schrieb literarische Essays für den Hörfunk. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten lebte sie in Hamburg, übersetzte dort Jugendbücher aus dem Englischen und war Mitgründerin des gemeinnützigen Radio Korah. 2023 ist das Romandebüt „Nach dem Wassertag“ der heute wieder in Berlin ansässigen Autorin erschienen.

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