08-02-2026 (17:00)
Eine Familiengeschichte im Ruhrgebiet, die vom Ankommen in der Fremde, vom Zusammenhalt, dem Kampf gegen Ausgrenzung und Armut geprägt ist.
Birgitta M. Schulte erzählt in ihrem Debütroman „Ruhrgemüse polnisch“ von den eigenen familiären Wurzeln. 1951 in Bochum geboren, hat sie u.a. als Redakteurin für pädagogische Zeitschriften und für die ARD als Hörfunkjournalistin im Bereich Kultur, Bildung, Frauen gearbeitet, seit 2015 schreibt sie belletristische Texte.
Dass die polnische Einwanderungsgeschichte, die über eine halbe Million Menschen betraf, auch ihre eigene Geschichte ist, wusste Birgitta M. Schulte viele Jahre nicht. Die eigene polnische Herkunft war in ihrer Familie tabu, schon seit Generationen. Aus dem Namen Koszinsky war Koffhofen geworden, der Vater, stolz auf den sozialen Aufstieg, sprach nie über seine Wurzeln. Birgitta M. Schulte wuchs mit dem Gefühl auf, zwischen den Stühlen zu sitzen, wusste nicht, wohin sie gehörte. Ihr Familienroman dokumentiert die lange Geschichte des Kampfes um Identität und Heimat.

Foto: Masako Kako