György Dalos liest aus seinen Erinnerungen Für, gegen und ohne Kommunismus

09-06-2020 (20:30)

György Dalos kommt 1945 als Sohn ungarisch-jüdischer Eltern in Budapest zur Welt. Der Einmarsch der Sowjetarmee und die Befreiung des Budapester Ghettos im Frühjahr 1945 retten die Familie vor der Deportation in ein deutsches Vernichtungslager. Als Heranwachsender zieht er die Lehren aus diesen Ereignissen und wendet sich dem Kommunismus zu. 1960 tritt er dem Kommunistischen Jugendverband bei und wird als glühender Anhänger der Ideologie mit einem Studienplatz in Moskau belohnt. Auch sein literarisches Schaffen profitiert vom Sowjetischen Regime. Als er 21 Jahre alt ist, wird sein erster Gedichtband veröffentlicht. Doch in der Zeit intellektueller Reifung bleiben ihm auch die Widersprüche des Sytems nicht länger verborgen, gegen die er Stellung bezieht. So wird er zunehmend mit den Schattenseiten des Systems konfrontiert. Publikationsschwierigkeiten, Observierungen durch die Polizei und schliesslich die Inhaftierung lassen ihn zum Dissidenten werden. Damit beginnt für ihn, seine Familie, aber auch für seine literarischen Ambitionen eine graue Zeit.

In aller Schärfe, aber auch mit dem ihm eigenen Humor lässt György Dalos in seinen Erinnerungen ein halbes Jahrhundert real existierenden Sozialismus wieder lebendig werden.
   

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