21-07-2026 (20:00 - 21:30)
Lesung und Gespräch, Moderation: Axel Haase
Bazon Brock,
Denker im Dienst und Künstler ohne Werk, gehört zu den eigensinnigsten
Intellektuellen unserer Zeit. Ein Urgestein der bundesdeutschen
Kulturgeschichte, der als Künstler und Weggefährte von Joseph Beuys wie als
Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung wirkte. Er entwickelte die Methode
des «Action Teaching» und führte 1968 bis 1992 in Kassel durch die von ihm
begründeten documenta-Besucherschulen.
Uwe Schütte unternimmt den bewusst subjektiven Versuch einer Annäherung an das
vielgestaltige, vielschichtige Denkwerk des Philosophen. Nicht die Biografie
von Brock steht dabei im Vordergrund, sondern die Zusammenhänge und Kontexte
seiner Denkarbeit. Es zeigt sich, wie das Brock’sche Denkwerk seine Zeitgenossenschaft
unter Beweis stellt und bedenkenswerte Impulse für aktuelle Diskurse liefert.
Uwe Schütte studierte bei W.G. Sebald an der University of East Anglia, Norwich, und lehrte über zwei Jahrzehnte bis zum Brexit German Studies an einer englischen Hochschule. Er ist Privatdozent an der Universität Göttingen und Autor bzw. Herausgeber von mehr als 35 Monografien und Sammelbänden.