15-01-2026 (20:00)
Übersetzt von Steffen Beilich und Andreas Rostek
Vorgestellt von Claudia Dathe und Andreas Rostek
Die Veröffentlichung dieses Buches ist eine Verbeugung vor einer großartigen
Frau, die nicht mehr lebt. In den letzten Monaten ihres Lebens arbeitete
Victoria Amelina an diesem Buch. Darin begleitet sie Journalistinnen, Verteidigerinnen
der Menschenrechte, Anwältinnen, die russische Kriegsverbrechen festhalten,
während der Krieg gegen die Ukraine andauert. Und sie beschreibt ihre eigene
Wandlung von der Autorin und Mutter zur Aktivistin. Das Buch erscheint posthum
in den USA, England, Frankreich, Italien, Schweden, Holland, Korea und
Deutschland.
Victoria Amelina, ukrainische Autorin, Dichterin und
Menschenrechtsaktivistin, geboren 1986 in Lviv. Zu ihrem Werk gehören Romane,
Kinderbücher und Lyrik. 2021 gründete sie in dem Ort Nju-Jork im Donezk das New
York Literature Festival. 2023 gab sie das Kriegstagebuch des Anfang 2022 von
russischen Soldaten ermordeten Kinderbuchautors Wolodymyr Wakulenko heraus. Im
Juni 2023 wurde sie in Kramatorsk durch eine russische Rakete tödlich verletzt.
„Wer angesichts der militärischen und geopolitischen Lage die Abtretung der
besetzten Gebiete an Russland für alternativlos hält, sollte Victoria Amelinas
überlieferte Reportage lesen.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung