Yvonne Zitzmann liest aus ihrem Roman „Die Füchse haben Gruben, die Vögel haben Nester”

13-10-2022 (20:00)

Seit Jahren kämpft die Pianistin Anna Vogl mit ihrer Tochter Juli und ihrem autistischen Sohn Sascha gegen ihre Entmietung. Als wenige Tage vor dem Gerichtstermin das ganze Haus abbrennt, stehen sie vor dem Nichts. War es ein Kabelbrand? Oder hat jemand das Feuer gelegt? Vorerst ziehen sie zu Annas Eltern. Von hier aus begibt sich Anna auf die Suche nach ihrer Heimat und erkennt, dass alle Häuser in ihrer Familie in den vergangenen hundert Jahren verloren gegangen sind: ein elegantes Jugendstilhaus in Danzig, ein Bauernhof im thüringischen Sperrgebiet, eine typische P-2-Wohnung im ostdeutschen Plattenbau, ein kleines Paradies unweit von Berlin sowie ein kroatisches Felssteinhüttchen. Bild- und erzählgewaltig lässt Yvonne Zitzmann das alte Danzig genauso wie das Leben in der „Platte“ auferstehen. Doch über allem schwebt die Frage: Wann ist es Zeit zu gehen? Dabei möchte die Protagonistin nur eines: endlich ankommen.“

Yvonne Zitzmann lebt als freie Autorin in Rangsdorf bei Berlin. Sie hat Lyrik, Kurzprosa, Hörspiele sowie Literaturübersetzungen aus dem Russischen in Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. 2011 war sie Finalistin beim Literaturpreis Prenzlauer Berg und 2013/14 Stipendiatin der Bayerischen Akademie des Schreibens am Literaturhaus München. 2021 ist ihr vielfach beachtetes Debüt „Tage des Vergessens“ erschienen, für das Erstellen von dessen Hörspielversion erhielt sie 2022 das Arbeitsstipendium des Landes Brandenburg.  

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