Perspektive Debatte: Kolumnen begegnen

19-08-2024

Ein Abend mit der Literaturzeitschrift perspektive [Graz–Berlin]

p – perspektive – hefte für zeitgenössische literatur bilden seit den 1980ern Entwicklungen an den Rändern des avancierten Betriebs zunächst in Österreich ab. Nach zahlreichen Zu- und Abgängen in der Redaktion – die über Jahrzehnte als von Fall zu Fall grazbasiertes Kollektiv operierte – geben inzwischen Stefan Schmitzer/Graz und ralf b. korte/Berlin die Hefte als Erkundungsraum differenter literarischer Verfahren und auktorialer Definitionen heraus. korte kam 1992 nach Berlin, um die unterm Signum Prenzlauer Berg versammelte 'nichtoffizielle' Literatur in der aufgelösten DDR mit p in Kontakt zu bringen und in der Nummer p20 'sprachlos' ff. zu dokumentieren.

Die vor allem zwischen 1990 und 2010 versuchten Experimente, literarisch Theorie und Kritik mit Variablen von Avantgarden zwischen z.b. Dada, Wiener Gruppe und Situationisten in kooperativen Texten [wie dem über mehrere Hefte laufenden kontrollverfahren] zu verbinden, sind in der Neukonzeption p nach den ehemals kollektiven Prozessen nicht spurlos verschwunden, sondern setzen sich seither anders fort – auch in jenen offenen Kolumnen, deren VerfasserInnen sich nun erstmals in Berlin begegnen. Ihre eigenen Fragestellungen umspielen p-Themen und setzen neu an:

Wie schreibt sich der individuelle Blick ins literarische Umgeben, was bedeuten Parallelen und Differenzen dabei? Die ständigen BeiträgerInnen von perspektive sichten ihre bisherigen Kolumnen und entwickeln Ideen für weitere Zusammenarbeit.

Ein Blick ins Labor des offenen Schreibdialogs zwischen Soziologie und Intimität..

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Lesungen und Gespräche mit den KolumnistInnen

dadasophin /Köln

alba maria cruz /Wien

anke finger /Niantic CT

ariane hassan pour-razavi /Wedding

d. holland-moritz /Moabit

Moderation: ralf b. korte /perspektive berlin

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