Volker Kaminski liest aus „SCHÖNES Leben ”

03-03-2026 (20:00 - 21:30)

Moderation: Axel Haase

Der 16-jährige Viktor hat es nicht leicht. Er leidet unter den jahrelangen, mitunter gewalttätigen Ehestreitigkeiten seiner Eltern. Um sich zu retten, schafft er sich eine eigene Welt des Schönen und entwickelt eine Leidenschaft fürs Malen. Nachdem Mutter und Schwestern ausgezogen sind, bleibt er mit dem Vater allein im Haus zurück. Obwohl nun mehr Ruhe herrscht und Viktor sich erfolgreich an der Kunstakademie bewirbt, muss er sich weiterhin gegen die verbalen Angriffe und Demütigungen des Vaters zur Wehr setzen, der den Schmerz über den untergegangenen Traum von der Großfamilie im Alkohol zu ertränken versucht. Zwischen Verständnis und Hass schwankend, im Kampf um Liebe und Anerkennung des Vaters, entwickelt sich Viktor zu einem eigenwilligen Maler. Dabei unterstützen ihn sein Professor sowie das Aktmodell Irm. In den Kneipengesprächen der Kunststudenten spiegelt sich der Zeitgeist der bewegten frühen achtziger Jahre.
„Die Sprache ... ist ruhig, überhaupt nicht reißerisch, sondern sehr nuanciert und überaus genau in ihren psychologischen Beobachtungen. Ein gelungener Einblick in die Lebenswelt eines angehenden Künstlers in den 1980er-Jahren.“ Reutlinger General-Anzeiger

Volker Kaminski, geboren in Karlsruhe, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Neben Kurzgeschichten und Kolumnen veröffentlichte er zahlreiche Romane, sein literarischer Thriller „Der Gestrandete“ erschien 2019. Seit 2014 ist er Lehrbeauftragter an der Alice Salomon Hochschule Berlin im Masterstudiengang Creative Writing. Er erhielt mehrere Stipendien, u.a. das Alfred Döblin-Stipendium, das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg und das Stipendium Künstlerhaus Edenkoben.

Zurück